Aufstieg zur (Alp)abfahrt
Am vergangenen Wochenende fand von Freitag bis Sonntag die Turnerfahrt der Aktivriege ins Allgäu statt.
Gemäss alter KTV-Tradition war der Sammelplatz für die diesjährige Turnerfahrt das Restaurant Löwen in Eichenwies. Nicht traditionsgemäss war jedoch die Dauer von über zwei Tagen und die Zugfahrt ins Allgäu. Nach einer kurzen Stärkung im Löwen wurden die Aktivriegler zum Bahnhof Feldkirch gefahren. Die darauf folgende Zugfahrt nach Lindau verlief gar nicht ruhig, da zahlreiche Lieder zu singen waren. Dank des gut gefüllten Zuges, kamen zahlreiche Pendler in den Genuss von bestem Turner-Gesang. In Lindau erfolgte ein Verpflegungsstopp im lokalen Biergarten. Mit ALEX (ALlgäu EXpress) ging danach die Fahrt weiter nach Immenstadt. Praktisch war das sehr grosse Fahrradabteil mit Klappsitzen, welches fast alle Turner aufnahm und eine exzellente Akustik bot. Nach einer Bus- und Sessellift-Fahrt folgte ein steiler Aufstieg zur Alp Obere Kalle. Die lokalen Speisen und Getränke erfreuten die Turnergaumen! Beim ausklingenden Spieleabend war Geschick und Glück gefragt.
Am Morgen wartete ein ausgiebiges Frühstück, teilweise in Kombination mit einem stärkenden Hopfentropfen. Gemäss Anmeldung ging eine Gruppe der Turner zur Mittelstation der Bergbahn und begab sich zum Hochseilgarten. Der Rest blieb noch kurz bei der Alphütte und begab sich danach auch zur Mittel- und dann per Rodelbahn zur Talstation. Dort wartete die Gruppe im Restaurant auf die Seilgärtner. Mit dem Ausessen und Trinken wurde etwas gar knapp, da manche Teilnehmer den bald nahenden Bus vergassen und frohen Mutes Trinkwaren an die Anwesenden verteilte. Nachdem alle ihr Gepäck im Bus verstauten, erfolgte in Immenstadt wiederum ein kurzer Halt und ein Umstieg auf den Zug nach Fischen. Weil der Stopp zeitlich eher knapp war, reichte es für zwei Aktivriegler nicht mehr auf den Zug bzw. sie erreichten nur noch die geschlossene Zugstüre. Sie entschlossen sich daraufhin, ein Taxi zu nehmen, welches wohl mit einem ähnlichen Kraftstoff angetrieben wurde wie die Diesellok. In Fischen warteten schon die Busse des Berggasthofs, welche die Aktivriegler zum gemütlichen Schopf fürs «Schlafen im Stroh» führte. Stroh war zwar keines vorhanden, aber die Holzlatten wirkten recht bequem. Für Frischluftzufuhr sorgte zudem der grosse, offene Eingangsbereich. Nach dem Einrichten der Unterkunft folgte ein Willkommenstrunk. Wie sich herausstellte, traf man bei der musikalischen Unterhaltung auf eine Band, die an der Kilbi Oberriet (im Jungmusikzelt) auftreten wird. Darauf hin wollte man eine Höhle besuchen gehen – leider waren die Turner 2 Minuten zu spät vor Ort, weshalb alternativ ein Verpflegungsstopp im angrenzenden Gastronomiebetrieb eingelegt wurde. Vor dem Nachtessen besuchten einige Turner den Markt im Dorf. Dem währschaften Nachtessen im Berggasthof folgte eine kurze Fahrt mit einem ca. 8-plätzigen Kleinbus, dessen Kapazität auf das mehr als Doppelte erhöht wurde. Das grosse Fest der Viehscheid (Alpabfahrt) war ein sehr gelungener Anlass als Abschluss mit guter deutscher Musik, Bier im Mass und einigen an den Turnern interessierten Deutschen (Frauen). Zwei Turner entschieden sich jedoch, nicht an diesem Programmteil teilzunehmen. Beim Schlafengehen entschlossen sich zudem einige Turner, einen alternativen Schlafplatz zu suchen als den Schopf – hierzu dienten Räumlichkeiten des Restaurants oder dessen Aussenbereich. Am Sonntag stand noch die Heimfahrt auf dem Programm, wiederum mit einem (diesmal etwas längeren) Zwischenstopp im Biergarten in Lindau. Ein junger Aktivriegler wollte sich gesund ernähren, konnte aber den zum Mineral gewählten Salatteller nur zu einem kleinen Teil aufessen. In Oberriet besuchte der noch fitte Teil der Aktivriege Aebis Sportbar.
Die diesjährige Turnerfahrt war die erste von Pascal Kolb (als Präsident der Aktivriege). Einige Mitglieder bezeichneten am Wochenende den ehemaligen Präsidenten Roman Zäch noch mit dem Titel «Präsi» und hatten deshalb Trinkrunden zu spendieren. Dank Roman kamen die Turner somit zu Zusatzgetränken und er machte als Organisator die diesjährige, sehr ausgiebige und abwechslungsreiche Turnerfahrt überhaupt möglich. Merci Ex-Präsi!
